KfW 270 Kreditrechner

Bis zu 150.000 € pro Vorhaben
Richtwert für sehr gute Bonität — passen Sie den Wert an Ihr eigenes Angebot an
Monatliche Rate (nach Anlaufzeit)
Monatlich (Anlaufzeit)
Gesamtrückzahlung
Zinskosten gesamt
Laufzeit

Was ist das KfW 270 Programm?

  • Förderzweck: Erneuerbare-Energien-Kredit für Photovoltaikanlagen, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse.
  • Kreditbetrag: Bis zu 150.000 € pro Vorhaben, für Privat- und Gewerbepersonen.
  • Laufzeit: 5–20 Jahre, mit bis zu 3 Jahren tilgungsfreier Anlaufzeit.
  • Antragstellung: Nicht direkt bei der KfW — über Ihre Hausbank oder ein KfW-Finanzierungspartner.
  • Zinssatz: Es gibt keinen einheitlichen KfW-Festzins. Der effektive Jahreszins hängt von Bonität und Besicherung ab und wurde 2026 mit einer Spanne von ca. 3,6% (beste Bonitätsklasse) bis über 11% angegeben. Die Werte im Rechner oben sind Richtwerte für sehr gute Bonität — Ihre Hausbank nennt Ihnen den tatsächlichen, tagesaktuellen Satz erst bei Kreditzusage.
  • 0% MwSt. auf PV-Anlagen (seit 01.01.2023 für Privatpersonen — Anlagen ≤30 kWp auf Wohngebäuden).

💡 Tipp: Stellen Sie den KfW-Antrag vor Beauftragung des Installateurs. Rückwirkende Förderung ist nicht möglich. Lassen Sie sich von Ihrer Hausbank zum für Sie geltenden Zinssatz beraten.

Ablauf-Checkliste: KfW 270 beantragen

  1. Fachbetrieb-Angebot einholen — ohne konkretes Angebot lässt sich der Kreditbetrag nicht festlegen.
  2. Vor Baubeginn zur Hausbank — der Antrag muss vor Beauftragung des Installateurs gestellt werden. Direktanträge bei der KfW selbst sind nicht möglich; der Weg führt immer über eine Bank, die das Programm anbietet.
  3. Bonitätsprüfung abwarten — Ihre Hausbank prüft Bonität und Besicherung und nennt Ihnen erst danach Ihren konkreten, tagesaktuellen effektiven Jahreszins.
  4. Kreditzusage erhalten, dann erst beauftragen — erst nach schriftlicher Zusage darf der Installateur mit der Arbeit beginnen.
  5. Nach Fertigstellung: Mittel abrufen — gegen Vorlage der Schlussrechnung wird der Kreditbetrag ausgezahlt.

Offizielle Programmbeschreibung, aktuelle Konditionen und die Liste der teilnehmenden Banken: direkt bei der KfW (Programm 270/274/278) prüfen — Fördersätze und Konditionen können sich ändern.

Beispielhafte Ratenentwicklung (illustrativ)

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die monatliche Rate für einen 12.000-€-Kredit bei unterschiedlichen, beispielhaften Zinssätzen und der Standard-Variante "20 Jahre Laufzeit / 10 Jahre Zinsbindung / 2 Jahre tilgungsfrei" verändert. Dies ersetzt nicht die individuelle Berechnung oben — nutzen Sie den Rechner mit Ihrem eigenen, von der Hausbank genannten Zinssatz.

Bonitätsklasse (Beispiel)Eff. Jahreszins (Beispiel)Ungefähre Monatsrate*
Sehr gute Bonitätca. 3,6–4,5%ca. 105–115 €
Durchschnittliche Bonitätca. 5–7%ca. 120–135 €
Schwächere Bonität / geringe Besicherungca. 8–11%+ca. 145–170 €+

*Nach der 2-jährigen tilgungsfreien Anlaufzeit, gerechnet über die verbleibende 18-jährige Tilgungsphase. Reine Modellrechnung zur Orientierung — kein Angebot und keine Zinsgarantie. Ihren tatsächlichen Satz nennt ausschließlich Ihre Hausbank nach Bonitätsprüfung.

Welche Unterlagen braucht die Hausbank für den Antrag?

Da der KfW-270-Kredit ausschließlich über eine Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner beantragt wird (das sogenannte Hausbankprinzip der KfW), prüft nicht die KfW selbst, sondern Ihre Bank Ihre Bonität und entscheidet über die Kreditvergabe. Typischerweise werden dafür verlangt: ein konkretes, verbindliches Angebot des Fachbetriebs (als Kalkulationsgrundlage für den beantragten Kreditbetrag), aktuelle Einkommensnachweise, eine Selbstauskunft zur wirtschaftlichen Situation sowie gegebenenfalls Grundbuchunterlagen, wenn die Finanzierung grundpfandrechtlich abgesichert werden soll. Da jede Bank eigene Anforderungen an Unterlagen und Besicherung stellt, empfiehlt es sich, frühzeitig direkt bei der Bank nachzufragen, welche Nachweise für Ihren konkreten Fall nötig sind.

Wichtig zu wissen: Nicht jede Bank bietet KfW-Förderkredite an, und manche vergeben sie nur an Bestandskunden. Ein Vergleich mehrerer Hausbanken bzw. Finanzierungsvermittler kann sich lohnen — sowohl beim tatsächlichen Zinssatz als auch bei den Nebenbedingungen (z. B. Bereitstellungszinsen bei verzögertem Mittelabruf). Da sich Förderkonditionen und teilnehmende Banken ändern können, ist die offizielle KfW-Programmseite (verlinkt oben) die verlässlichste Quelle für den aktuellen Stand.

Alternativen und Ergänzungen zum KfW 270

  • Eigenkapital: Kein Zinsrisiko, aber bindet Liquidität — vergleichen Sie die Opportunitätskosten (z. B. entgangene Zinsen auf Tagesgeld) mit dem KfW-Zinssatz.
  • Länderprogramme: Einige Bundesländer bieten eigene, oft mit KfW 270 kombinierbare Kredite oder Zuschüsse an (z. B. über die jeweilige Landesförderbank) — prüfen Sie das für Ihr Bundesland separat, da sich diese Programme häufig ändern.
  • Herstellerfinanzierung / Ratenkauf über den Installateur: Teils bequemer, aber in der Regel teurer als ein Bankkredit — immer den effektiven Jahreszins vergleichen.
  • Klassischer Ratenkredit / Modernisierungskredit der Hausbank: Kann bei sehr guter Bonität in Einzelfällen ähnlich günstig sein wie KfW 270 — lassen Sie sich beide Angebote parallel machen.

Diese Übersicht ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Ihre Hausbank oder ein unabhängiger Finanzberater kann die für Ihre Situation passende Kombination aus Eigenkapital und Fremdfinanzierung einschätzen.